Ich kann in Worten nicht ausdrücken wie sehr ich Telekommunikationsunternehmen hasse. Ich verabscheue sie. Sie sind grottenschlecht organisiert, nie zu erreichen (Ironie!) und eigentlich geht fast immer alles schief, was auch nur irgendwie schief gehen kann. Das ist aber noch nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass man dummerweise auf mindestens ein Unternehmen angewiesen ist, wenn man telefonieren oder einfach nur online sein möchte.
Seit vier Tagen habe ich zu Hause kein Internet, weil ein offenbar unfähiger Mitarbeiter das Blaue vom Himmel versprochen, es aber dann nicht gehalten hat: »Die Umstellung ist kein Problem, das machen wir dann so, dass es nahtlos übergeht.« – Bis dato wurden mir noch nicht mal die neuen Zugangsdaten mitgeteilt. Die Rede ist hier übrigens von dem Unternehmen mit den unübersichtlichsten Rechnungen, die nicht mal deren Hotline-Mitarbeiter verstehen, geschweige denn erklären können.
Diverse andere Unternehmen bringen es sogar fertig einen Vertrag zu bestätigen, diesen dann selbst nach vier Monaten Wartezeit nicht auszuführen, für diese »Leistung« eine Rechnung stellen, die nach zweieinhalb Jahren erneut angemahnt wird. Das selbe Unternehmen ruft dann aber alle zwei Monate an und will einem die neuesten Angebote andrehen. Versteckte Kamera?
Und das alles bleibt ja nicht ohne Folgen. Immer wenn jemand die Namen dieser Unternehmen in meiner Gegenwart erwähnt, bekomme ich plötzlich ganz schlecht Luft, mein Puls steigt und ich bekomme spontane Schweißausbrüche.
Kleiner Tipp am Rande:
Bei Briefwechseln mit Telkos immer in großen Buchstaben »ESKALATION« auf Umschlag und Dokument schreiben. Angeblich soll das bei manchen Telkos helfen gewisse Vorgänge zu beschleunigen.
Update am 08.10.2008:
Gerade erhielt ich einen Anruf, dass es jetzt nur noch [sic] 6-10 Tage dauern wird, bis ich meine neuen Zugangsdaten erhalte. Bitte, nur nichts überstürzen liebe Telekom.
Update am 25.10.2008:
Es grenzt beinahe an ein Wunder, aber nach unzähligen weiteren Telefonaten und Beschwerden, hat sich heute an einem Samstag ein Techniker erbarmt und den Port neu geschaltet. Ich überlege noch ob ich diese Odysee als Roman in Buchform veröffentlichen soll.