Tag Archiv für ‘Lesen’

Nichtlustig ist wieder da

2. Dezember 2007

Nichtlustig 3Lange Zeit war es ruhig um Nichtlustig. Zu ruhig. Doch das ist nun vorbei. Joscha ist mit einer frischen Website zurück und zeichnet wieder. Es gibt sogar wieder neue Cartoons zu sehen. Dann steht jetzt nur noch Nichtlustig 4 aus.

Übrigens ist Nichtweihnachten (älterer Blog-Eintrag dazu) immer noch ein super Geschenktipp für Weihnachten. Und das gibt es jetzt auch mit Geschenkbox.

New York Times kostenlos

20. September 2007

Seit gestern ist das Online-Angebot der New York Times kostenlos verfügbar und beinhaltet sämtlichen Inhalte der Print-Ausgabe. Das bisher kostenpflichtige Angebot läuft somit aus. Sauber.

Bleibt nur zu hoffen, dass auch lokale Zeitungen diesen Schritt demnächst mal gehen werden. Gäbe es beispielsweise die Pforzheimer Zeitung oder den Pforzheimer Kurrier ebenfalls kostenlos online zu lesen, würde ich diese ganz automatisch sehr viel regelmäßiger lesen.

Layout, Druck und Versand einsparen, Inhalte kostenlos anbieten und mehr Werbeeinnahmen einsacken. Vielleicht ist das zu einfach gedacht, wäre aber sicherlich machbar und ein Schritt in die Richtung, in die es in den nächsten Jahren immer mehr gehen wird: online.

Habe ich jetzt tatsächlich die NYTimes mit der PZ in einem Atemzug erwähnt?

Hartmut und ich – Oliver Uschmann

21. Januar 2007

Hartmut und ich – Oliver UschmannNach einer etwas längeren Pause habe ich mal wieder ein Buch gelesen. Etwas leichtes. Was zum Lachen. Hartmut und ich.

Muss man Always immer tragen, nur weil sie so heißen? Darf man Fahrradfahrer auf offener Straße bewusstlos schlagen? Kann man schwer erziehbaren Katzen durch antiautoritäre Methoden zu einem besseren Leben verhelfen? Hartmut will es wissen! Der unglaubliche Roman einer unglaublichen Männer-WG.

Die letzte Hälfte des Buches habe ich in der Badewanne gelesen und dabei kurzzeitig ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, meine Playstation der ersten Generation (die einzige Konsole, die ich je besessen habe) wieder vom Speicher zu holen und an den Fernseher anzuschließen. Wer das Buch liest, wird vermutlich beides nachvollziehen können.

Der Nachfolger »Voll beschäftigt« steht damit fest verankert auf meinem Wunschzettel.

Katz und Maus – Günter Grass

8. November 2006

Zwischenbericht

Vierzehn Wochen, vierzehn Bücher. Mein kleiner Plan ist aufgegangen. Mehr dazu bald in einem eigenen Eintrag.

Das Buch

Katz und Maus – Günter Grass

»Schön war er nicht. Er hätte sich seinen Adamsapfel reparieren lassen sollen. Womöglich lag alles nur an dem Knorpel. Aber das Ding hatte seine Entsprechungen …«

Wikipedia: Katz und Maus

Meine Meinung

Ich wollte es noch mal mit einem Klassiker aufnehmen und da mit bereits zwei Personen »Katz und Maus« ans Herz gelegt haben und das LFG so freundlich war und mir ihr Exemplar zur Verfügung stellte, wurde es eben diesmal »Grass«. Nach den ersten drei Seiten des Buches war mir klar, dass ich die Geschichte schon kenne. Mir fällt aber einfach nicht ein woher. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern dieses Buch früher schon mal gelesen zu haben. Der seltsame Schreibstil wäre früher nichts für mich gewesen und ich hätte das Buch wohl sehr schnell wieder aus der Hand gelegt. Selbst heute finde ich eine derartige Schreibweise noch seltsam. »Kafkaesk« nennt sich das dann. Mag sein, dass das Buch literarisch sehr wertvoll ist und man den Text sehr detailliert analysieren kann – mein Fall ist es nicht.

Vorschau

An dieser Stelle gibt es dieses Mal keine Vorschau. Vielleicht mache ich eine kleine Pause? Vielleicht aber auch nicht? Mal sehen wie es sich ohne den Zwang darüber zu bloggen so liest. ,)

Web Usability – Jakob Nielsen & Hoa Loranger

1. November 2006

Zwischenbericht

Ich hatte dieses Buch jetzt glaube ich drei Wochen auf meinem Schreibtisch liegen und jedes Mal wenn ich es sah wollte ich es lesen und den anderen Büchern vorziehen. Hat das schon was mit Sucht zu tun? Ich weiß es nicht.

Das Buch

Web Usability – Jakob Nielsen

Im Jahr 2000 veröffentlichte Jakob Nielsen, der große Experte für interaktives Design, das Buch Designing Web Usability. Es wurde ein internationaler Bestseller und veränderte alles, was man bisher über das Web dachte. In ihrem neuen Werk Web Usability beschäftigen sich Dr. Nielsen und seine Kollegin, Usability-Expertin Hoa Loranger erneut mit diesen Design-Prinzipien und fassen die Ergebnisse ihrer umfangreichen Benutzertests zusammen. Sie beurteilen reale Websites nach Lesbarkeit, Bedienbarkeit, »Findability« und anderen Usability-Kriterien. Ein ganz wichtiges Buch für jeden, der im Web erfolgreich sein will, denn jeder Designfehler ist ein entgangenes Geschäft.

Meine Meinung

Als ich dieses Buch in einer Buchhandlung in Köln sah, war ich sofort verliebt. An unglaublich vielen Beispielen wird darauf eingegangen was daran gut ist, was weniger gut ist, wie man es besser machen könnte und vor allem wieso man es besser machen sollte. Alles basierend auf fundierten Benutzertests.

Ein weiterer Pluspunkt: sämtliche Abbildungen – hauptsächlich Screenshots von Websites oder Teilbereichen davon – sind großflächig und in Farbe, was den Preis von knappen 40 Euro absolut rechtfertigt.

Genauso wie PHP-Sicherheit meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre für PHP-Entwickler ist, so ist Web Usability eine für Webdesigner.

Vorschau

Das nächste Buch wird »Katz und Maus« von Günter Grass.

Tagebuch – Anne Frank

25. Oktober 2006

Zwischenbericht

Ich hatte mit diesem Buch etwas verspätet begonnen zu lesen, sodass ich – zum ersten Mal unter selbstgemachtem Zeitdruck stehend – eigentlich nur noch zwei Tage Zeit hatte. Vielleicht war das bei dem eher schweren Thema aber auch gerade richtig so.

Das Buch

Tagebuch – Anne Frank

Das Tagebuch der Anne Frank ist Symbol und Dokument zugleich. Symbol für den Völkermord durch die Nazi-Verbrecher und Dokument der Lebenswelt einer einzigartig begabten jungen Schriftstellerin.

Wikipedia: Anne Frank
Wikipedia: Tagebuch der Anne Frank

Meine Meinung

Ich finde das Tagebuch ist im Grunde genommen ein sehr schönes Buch. Schön, weil man sich daran erfreuen kann wie Anne mit ihrem Schicksal umgeht und daran wächst. Und würde man das Nachwort übersehen, könnte man sich ausmalen was wohl noch aus ihr geworden wäre. Leider schrieb die Zeit damals eine andere Geschichte – und das wo der Krieg schon fast vorbei war. Ich stelle mir nach jedem Buch insgeheim zwei Fragen. Die erste ist: hat es sich gelohnt? Ja. Und die zweite: würde ich es noch mal lesen wollen? Nein.

Vorschau

Das nächste Buch wird »Web Usability« von Jakob Nielsen.

A Long Way Down – Nick Hornby

18. Oktober 2006

Zwischenbericht

Lesen hat einen großen Nachteil: man vergisst schnell die Zeit. Nur noch das eine Kapitel. Okay, und das auch noch. Jetzt aber wirklich nur noch das hier. Komm, den einen Absatz noch … man kennt das. Und ehe man sich versieht ist es ein Uhr nachts.

Vielleicht noch eine Anmerkung zu Länge der Bücher. Im Grunde scheint es ziemlich egal zu sein wie viele Seiten ein Buch hat. Die Schriftgröße und der Zeilenabstand sind da nicht zu verachten. Und einige Bücher erfordern mehr Konzentration als andere. Man kann also unter Umständen für ein Buch mit 200 Seiten genau so lang brauchen wie für eines mit 400. Aber ich bleibe dabei: eine Woche ist ausreichend Zeit um ein Buch gemütlich durchzulesen.

Das Buch

A Long Way Down – Nick Hornby

Man kann sich einfach nicht in Ruhe umbringen, wenn andere dabei zusehen. Und so kommt es, dass die vier Lebensmüden, die sich Silvester auf dem Dach eines Hochhauses begegnen, nicht springen, sondern sich gegenseitig ihre Geschichten erzählen: die Hausfrau Maureen, der Talkmater Martin, das Mädchen Jess und der Musiker JJ. Die vier verabreden, mit dem finalen Sprung zu warten. So findet eine Gruppe von Menschen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und die einander doch auf wundersame Weise zu helfen wissen …

Meine Meinung

»A Long Way Down« war mal wieder eine Empfehlung von Amazon, die ich dieses Mal aber eher zufällig dann ausnahmsweise mal im örtlichen Buchladen gekauft habe. Nick Hornby ist übrigens auch der Autor von »High Fidelity« und »About A Boy«. Die vier Hauptcharaktere sprechen direkt mit mir. Und die junge »Jess« macht das dann beispielsweise eben unter anderem ohne Anführungszeichen. Frei Schnauze. Das hat schon was. Das Buch ist ganz amüsant, kommt aber meiner Meinung nach nicht an »Matt Beaumont« (siehe Bücherregal) ran. Ich hätte bei dem Thema vielleicht etwas mehr Tiefgang erwartet. Und ehrlich gesagt, hätte ich das Buch geschrieben (ha, so weit kommt’s noch) hätte ich mir ein völlig anderes Ende ausgedacht. Ich denke da wäre noch wesentlich mehr drin gewesen. Aber ich will nicht zu viel verraten.

Vorschau

Das nächste Buch wird »Tagebuch« von Anne Frank.

E-Mail an alle – Matt Beaumont

11. Oktober 2006

Zwischenbericht

Ich kann es eigentlich kaum glauben, aber ich habe in zehn Wochen zehn Bücher gelesen. Und es macht mit jedem Buch mehr Spaß. Was mir allerdings auffällt ist, dass ich schon vom Fernsehen her eher der Serien-Typ bin. Ich mag es wenn sich eine Geschichte fortsetzt. So habe ich nach fast jedem Buch für einen Moment das Gefühl, dass mir auf einmal etwas fehlt. Die Personen im Buch wachsen mir sehr schnell ans Herz und plötzlich sind sie wieder weg. Aber wenigstens kommen dann ja auch wieder neue Charaktere auf mich zu.

Das Buch

E-Mail an alle – Matt Beaumont

Die Londoner Werbeagentur Millerm Shanks ist leider alles andere als ein kreatives Treibhaus. Die mangelnde Inspiration kompensiert der Haufen selbstverliebter Egozentriker durch Intrigen, Machtspiele und kleine wie große Gemeinheiten – und das alles per E-Mail …

Meine Meinung

Ich würde es glatt noch mal lesen. Ich hatte ja bereits ein Buch von Matt Beaumont gelesen und war sehr begeistert. E-Mail an alle ist anders, aber bei weitem nicht weniger witzig. Das Buch besteht ausschließlich aus E-Mails, die sich die verschiedenen Angestellten und Kunden der Werbeagentur hin und her schicken. Der Autor war selbst schon in mehreren Londoner Werbeagenturen tätig und muss schließlich wissen wovon er schreibt. 430 Seiten voller Intrigen, Lügen und absolutem Chaos. Lesebefehl! :)

Vorschau

Das nächste Buch wird »A Long Way Down« von Nick Hornby.

Lange Tage – Maike Wetzel

4. Oktober 2006

Zwischenbericht

Nur so viel: über ein verlängertes Wochenende mit Brückentag liest es sich natürlich besonders gut. ,)

Das Buch

Lange Tage – Maike WetzelDas Buch verfügt in meiner Ausgabe leider nicht über einen Buchrückentext. Hier gilt: wer suchet, der findet.

Meine Meinung

Achtung Knüller: über die langen Tage, ein kurzes Buch. Ha! »Lange Tage« besteht aus mehreren prägnant geschrieben Kurzgeschichten. Ich hab das schmale Büchlein vor kurzem aus dem Regal des LFG stibitzt. Die Sätze sind kurz, Adjektive findet man wenige. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – zwang mich jede Geschichte dazu sie rasch zu Ende zu lesen. Und das Ende kommt jedes Mal genauso plötzlich wie der Anfang. Nachdenken ist angesagt.

Alles in allem war das Buch für mich ein eher seltsames Vergnügen. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber sicher interessant.

Vorschau

Das nächste Buch wird »E-Mail an alle« von Matt Beaumont.

Vaterland – Robert Harris

27. September 2006

Zwischenbericht

Mein kleines Experiment schlägt ebenso kleine Wellen. Vielen Dank für die ermutigenden E-Mails und Buchtipps. Es gibt immer wieder einige, die meinen ich hätte zuviel Zeit und sie würden es niemals schaffen ein Buch pro Woche zu lesen: »Die Zeit hätte ich gerne.« – Ich denke das ist eine Frage des Wollens, nicht des Könnens, denn würden sie wollen, könnten sie es ganz bestimmt. Morgens eine Stunde früher aufstehen, den Fernseher mal Fernseher sein lassen, ein bisschen weniger Zeit im Internet verbringen und so weiter. Ein gewisses Einsparpotential hat bestimmt jeder. Vielleicht nicht jeden Tag, aber sicher oft genug.

Das Buch

Vaterland – Robert Harris

Hitler hat den Krieg gewonnen. Großdeutschland, das vom Rhein bis an den Ural reicht, dominiert Europa. Aber Partisanenkämpfe und der Kalte Krieg mit den USA zermürben das Reich. Da geschieht in Berlin der brutale Mord an einem hohen Parteibonzen – und Kripo-Sturmbannführer März gerät bei seinen Ermittlungen gefährlich nahe an die Wahrheit.

Meine Meinung

»Vaterland« sollte nun also mein erster Krimi sein. Die Empfehlung kam dieses Mal von SODL (Blog). Was zunächst recht spannend anfing, empfand ich nach den ersten Kapiteln doch eher träge und ich hatte das Buch zwischenzeitlich sogar schon zwei Tage weggelegt, was mir bisher noch nicht passiert ist. Glücklicherweise waren die letzten 150 Seiten dafür umso spannender und die Geschichte schaffte es doch noch mich zu fesseln und mit »Xavi« mitfiebern zu lassen. Was mich besonders beeindruckte war, dass die im Buch erwähnten Personen tatsächlich existierten und deren Leben und Handeln für das Jahr 1964 »vorhergesehen« wurde. Alles unter der Annahme Hitler hätte den Krieg damals gewonnen.
Ich werde wohl sicher noch mal einen Krimi lesen, aber noch hat mich das Genre nicht gepackt.

Vorschau

Das nächste Buch wird »Lange Tage« von Maike Wetzel.