Erst waren es Schnaken, jetzt sind es Katzen. Meine Abschussliste der nervigsten Tiere wurde heute um zwei Einträge ergänzt: Nachbarskatze I und Nachbarskatze II.
Diese tagsüber so possierlichen Tierchen haben heute Nacht ein Gejammer veranstaltet, das neben mir, vermutlich die halbe Straße um den Schlaf gebracht hat. Über eine Stunde lang haben sich die zwei gegenseitig angejammert. Nicht so süß wie sie das tagsüber für Gewöhnlich tun, nein, es kam dem Geschrei von Kleinkindern beängstigend nahe. Und es war ohrenbetäubend laut.
Das Schlimmste waren aber die Pausen dazwischen. Etwa alle zehn Minuten ging es richtig zur Sache und das Gejammer wandelte sich plötzlich in angriffslustiges Fauchen und ich meine sogar vereinzeltes Zupacken von Zähnen herausgehört zu haben. Jedenfalls war kurz danach Ruhe - wunderbare Stille - bis kurz vor dem Einschlafen das Gejammer wieder anfing. Erst leise und in langen Intervallen, dann wieder lauter und schneller.
Erst als ich mit der Holzrassel bewaffnet vor die Tür ging, den zwei Fellbeuteln einen Besuch abstattete und einen wilden Vertreibungstanz aufführte, war endgültig Ruhe. Ich bin sicher die Nachbarn waren beeindruckt.
Für regelmäßige Leser dieses Blogs (und ich weiß inzwischen aus mehreren Quellen, dass es sie tatsächlich gibt): ja, eine der Katzen ist früher schon negativ aufgefallen.