Archiv der Kategorie „Fortschrittliches“

Frontscheiben-Nanoversiegelung

3. März 2008

Alle zwei Wochen mit dem Auto nach Köln – da kann es schon mal regnen. Ich bin bei allem was »Nano« im Namen trägt eher skeptisch. Vor kurzem habe ich mich dann aber doch breitschlagen lassen, mal diese ominöse Nanoversiegelung für die Frontscheibe auszuprobieren. Seit drei Monaten habe ich das Zeug jetzt auf der Scheibe. Kostenpunkt 20 Euro beim Fachmann (Glasmedic), eine halbe Stunde Wartezeit und ein amüsantes Gespräch mit dem Mitarbeiter zum Thema Wildunfälle.

Nach dem ersten Regen hat sich ein dünner »Schleim« auf der Frontscheibe gebildet. Nach Reinigung der Scheibe war dieses Problem beseitigt. Die Scheibe kann und soll natürlich auch weiterhin gereinigt werden. Davon unabhängig hält die Nanoversiegelung angeblich ein halbes Jahr und länger. Bis jetzt kann ich das bestätigen. Ich bilde mir ein, der Effekt ist nach der ersten Reinigung sogar noch ein bisschen besser geworden.

Effekt? Ja. Ab 60 km/h perlt der Regen wunderbar von der Scheibe ab. Noch besser funktioniert das ganze natürlich auf der Autobahn bei 120 km/h. Den Scheibenwischer kann man sich getrost sparen. Und das ist tatsächlich so. Nur bei ganz feinem Spritzwasser vom Vordermann, wenn die Tröpfchen zu klein sind, kommt der Effekt nicht ganz zum tragen.

Ob es nun »Nano« ist oder nicht. Das Zeug funktioniert eigentlich ganz gut. Viel besser sogar als ich es erwartet hätte. Die 20 Euro waren es wert und die Sicht ist bei Regen deutlich besser als ohne.

Der 3D-Drucker, der einen 3D-Drucker druckt

9. Januar 2008

Was wäre wenn es morgen eine Maschine gäbe, die sowohl alle möglichen Dinge als auch sich selbst vollständig reproduzieren könnte? Tausende Firmen wären über Nacht obsolet. Beispielsweise würde niemand mehr Geschirr, Blumentöpfe oder Locher kaufen, wenn er es sich ganz einfach selbst erstellen könnte. Für die etwas komplexeren Dinge würde es keine Hersteller mehr geben, stattdessen Firmen, die Bauanleitungen verkaufen. Viele Dinge werden nicht mehr gekauft, sondern selbst hergestellt. Geld kostet dann nur noch die entsprechende Rohmasse.

Allerdings was würde so eine Maschine wohl kosten? Sehr wahrscheinlich nichts. Niemand könnte so eine Maschine verkaufen. Schließlich kann sie sich selbst reproduzieren. Was warum nicht gleich Open Source: 3D-Drucker-Projekt RepRap.

Teleportation, Replikation und Unsichtbarkeit. Gibt es eigentlich noch was Spannenderes? Okay, Zeitreisen vielleicht. Aber die sind so schrecklich kompliziert.

3D-Drucker für $5.000

25. September 2007

3D-Drucker2008 sollen die ersten 3D-Drucker für unter $5.000 verkauft werden. Es wird vermutet, dass dieser Drucker in vier Jahren nur noch $1.000 kosten wird. Rapid Prototyping für alle!

Wenn die ersten Drucker dieser Art erst mal in die Hände von kreativen Menschen fallen, kann daraus unter Umständen ein völlig neuer Markt entstehen. Ich hätte da schon ein paar Ideen im Kopf, die ich dann in ungefähr zehn Jahren umsetzen könnte, wenn jeder so einen Drucker für $100 zu Hause stehen hat.

Aber auch jetzt schon sind solche Drucker auf jeden Fall eine Sache, die ich im Auge behalten werde. Ich will unbedingt mal einen Funbug prototypen.

New York Times kostenlos

20. September 2007

Seit gestern ist das Online-Angebot der New York Times kostenlos verfügbar und beinhaltet sämtlichen Inhalte der Print-Ausgabe. Das bisher kostenpflichtige Angebot läuft somit aus. Sauber.

Bleibt nur zu hoffen, dass auch lokale Zeitungen diesen Schritt demnächst mal gehen werden. Gäbe es beispielsweise die Pforzheimer Zeitung oder den Pforzheimer Kurrier ebenfalls kostenlos online zu lesen, würde ich diese ganz automatisch sehr viel regelmäßiger lesen.

Layout, Druck und Versand einsparen, Inhalte kostenlos anbieten und mehr Werbeeinnahmen einsacken. Vielleicht ist das zu einfach gedacht, wäre aber sicherlich machbar und ein Schritt in die Richtung, in die es in den nächsten Jahren immer mehr gehen wird: online.

Habe ich jetzt tatsächlich die NYTimes mit der PZ in einem Atemzug erwähnt?

Hardware und Software von Apple

9. August 2007

AppleIch hatte noch nie einen Computer von Apple und abgesehen von ein paar Stunden am MacBook einer Freundin habe ich mich auch noch nicht intensiv mit den Anwendungen darauf beschäftigt. Von daher mag dieser Eintrag sehr oberflächlich und laienhaft wirken und genau das wird er wohl auch sein, aber es fällt mir zunehmend schwerer Apple nicht zu beachten.

Windows Vista sollte ursprünglich herausragende Neuerungen mit sich bringen, die mir die Arbeit im Büro und das Verwalten privater Daten erleichtern würden. Leider ist bis heute nichts daraus geworden. Im Gegenteil: Vista hat zum Beispiel von Beginn an Probleme mit dem schnellen Kopieren von Dateien. Dieser Fehler wurde heute, nach einem halben Jahr, korrigiert. Leider nur teilweise und für meine Anforderungen nicht zufriedenstellend. Solche grundlegenden, aber auch viele andere Dinge, lassen meinen Blick schon mal in andere Lager schweifen.

Eine einzelne Grafik wie diese verdeutlicht sehr schön was mich und Apple verbindet: ich mag es wenn Dinge einfach sind und einfach funktionieren. Und wie könnte man sich dem Charme dieses Computers entziehen? Ganz zu schweigen von dieser Tastatur. Okay, ich bin ein Tastatur-Fetischist. Im Elektronikladen findet man mich immer bei den Eingabegeräten.

Aber es ist nicht nur die Hardware, die mich seit einigen Monaten zum Nachdenken bringt. Auch das, was ich von der Software so mitbekomme lässt mich nicht kalt. Gerade habe ich mir die letzte Keynote von Apple angesehen. Dort werden Anwendungen gezeigt, die meiner Meinung nach unglaublich einfach, elegant und effizient bedienbar sind. Bestes Beispiel dafür ist die letzte Anwendung in der Keynote namens »Numbers«. Wen muss ich bei Microsoft bestechen um solch eine grandiose Druckvorschau (Film) zu bekommen?

Bei fast jeder einzelnen Anwendung, die in dieser Keynote präsentiert wurde, gab es Momente in denen ich am liebsten sofort einen Mac bestellt hätte. Mein privater PC hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, pfeift aus dem letzten Loch und mein nächster Rechenknecht wird ebenfalls wieder ein PC werden – aber ich bin gespannt wie das in fünf Jahren aussehen wird.

Der Apple-Werbeblock wäre an dieser Stelle dann beendet.

Photosynth Demo

5. Juni 2007

Photosynth sah für mich auf den ersten Blick wie ein weiteres überdimensioniertes Tool zur Bildverwaltung aus – bis ich das hier gesehen habe. Und das haut mich vom Hocker. Wenn das tatsächlich so funktioniert wie es aussieht, dann kann sich Google den enormen Aufwand mit Street View sparen.

Nostrafunbug prophezeit für 2012 Navigationssysteme mit realistischen 3D-Ansichten und hochauflösenden Texturen.

Audi A3 1.8 TFSI

1. Juni 2007

Audi A3 1.8 TFSIDas Auto ist tot, es lebe das Auto. Und es ist einfach schön ein Auto zu fahren, das dem Stand der Technik entspricht; in dem man sich sicher fühlt; in dem auch mal was vorwärts geht; in dem die Innentemperatur unter der Außentemperatur liegen kann; das man im Winter nicht mehr vom Eis befreien muss; das eine enorm große Batterie hat; bei dem der Lack noch nach Lack aussieht; bei dem die Nacht zum Tag wird – und das mich die nächsten Jahre hoffentlich genau so treu begleiten wird wie mein nun ausgedienter Golf 2.

Eine Werksbesichtigung in Neckarsulm ist übrigens nur zu empfehlen. Ziemlich beeindruckende Maschinen pressen dort aus einfachen Metallplatten komplexe Strukturen. Roboterarme wohin man sieht und überraschenderweise immer noch sehr viel Handarbeit. Und wenn alles zusammenspielt laufen dort täglich rund 1.000 Autos vom Band. Wirklich sehenswert und schön gemacht.

Wireless Strom

23. November 2006

Ich hatte ja bereits meine ganz persönlichen Top-5-Technologien notiert, die es möglichst bald geben sollte. Zu einer davon gibt es mal wieder etwas Neues: dem kabellosen Strom.

Das ist doch mal was. Ich schätze mal in 20-30 Jahren, vielleicht auch schon früher – könnte ich mir eine Menge Kabelsalat sparen.

(via Golem)

Teleportation

6. Oktober 2006

Vor zwei Jahren gelang es erstmals einzelne Atome um einen Milimeter zu teleportieren. Inzwischen können offenbar Licht und Materie (also ziemlich viele Atome auf einmal) um einen halben Meter (!) teleportiert werden. Wenn das so weiter geht, könnte da vielleicht tatsächlich noch was draus werden.

Unvorstellbar was man damit alles machen könnte.

Hochauflösendes Deutschland in Google Earth

25. März 2006

Google MarsGoogle Earth stellt nun endlich auch Deutschland fast überall hochauflösend dar. Die Daten aus meinem Umkreis scheinen jedoch mindestens ein Jahr oder sogar noch älter sein. Denn wo zum Beispiel inzwischen ein Gartencenter steht, zeigt Google Earth noch eine große Baustelle.

Leider scheint die Suche nach Straßen innerhalb Deutschlands immer noch nicht zu funktionieren. Ich versuche gerade aus Spaß an der Freude ein paar Adressen zu finden. Glücklicherweise habe ich diese bereits alle fein säuberlich in meinem Outlook erfasst. So muss ich in dem entsprechenden Kontakt nur auf das gelbe Icon »Karte zur Adresse anzeigen« klicken und es öffnet sich »MSN Karten & Routen«. In der Adresszeile des Browsers bzw. etwas einfacher noch in dem Link »Nach dort« rechts neben der Karte stehen die genauen Koordinaten der Zieladresse. Diese kann man dann ganz einfach in Google Earth einfügen und als Placemark speichern. Nach einer Weile hat man so einen schönen Überblick wo die eigenen Kontakte überall verstreut sind. Die alten Karten an der Wand mit bunten Stecknadeln haben damit ausgesorgt.

Alternativ dazu könnte man natürlich auch einfach eine Weile abwarten bis es ein entsprechendes Plugin gibt, das so was mit einem Klick erledigen kann. Ich bin sicher, dass so etwas nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Noch ein Tipp: möchte man in Google Earth deutsche Städte finden, müssen die englischen Städtenamen eingegeben werden. Statt »Köln, Germany« müsste man also »Cologne, Germany« eingeben.

(via Google Earth Blog)