Ich plane schon lange mir irgendwann ein paar Sprühdosen zu kaufen, durch die Stadt zu ziehen und sowohl dumme als auch falsch geschriebene Werbesprüche, Geschäftsbezeichnungen und Schilder zu korrigieren. Verdammt, irgendwann werde ich es tun!
Es heißt immer noch Straße, Spaß, außen, groß, Gruß, Grüße, …
Ganz einfache Regel: nach zwei aufeinander folgenden Vokalen oder wenn das Wort lang gesprochen wird, steht ein »ß« und kein »ss«. Auch wenn viele felsenfest davon überzeugt sind: das »ß« wurde nicht abgeschafft! Wem das nicht passt, darf gerne in die Schweiz auswandern. Die kennen kein »ß«.
Auch Bindestriche werden viel zu oft missbraucht. In der deutschen Rechtschreibung ist es möglich und gewollt Substantive miteinander zu kombinieren. Deswegen gibt es zum Beispiel ein Hausboot und kein Haus-Boot und es gibt Wollsocken aber keine Woll-Socken.
Gerne werden zwei Substantive auch mit einem »s« verbunden. Zum Beispiel beim Himmelfahrtskommando oder dem Versicherungsplan.
Ist eines der Substantive ein ausländisches Wort oder eine Abkürzung kommt der Bindestrich ins Spiel: IT-Service, Service-Pauschale, Webdesign-Agentur, Burnout-Syndrom, …
Des Weiteren dient ein richtig gesetzter Bindestrich unter Umständen der besseren Lesbarkeit bei ansonsten seltsam aussehenden Verbindungen oder bei Wörtern, die aus mehr als zwei Substantiven zusammengesetzt wurden.
Und besonders wichtig: man schreibt diverse Wörter immer noch groß. Auch in E-Mails, Newsgroups und Foren. Man benutzt immer noch die Zeichensetzung inklusive Punkten, Ausrufe- und Fragezeichen sowie Kommata. Und in einem Text ab und zu mal einen Absatz zu setzen, erhöht die Lesbarkeit enorm.
Und für alles gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.
Sämtliche Links in diesem Beitrag sind übrigens sehr lesenswert. Besonders für Menschen, die zu verantworten haben, dass ich jeden Tag an einem riesigen Schild mit der Aufschrift »Karlsruher Strasse« vorbeifahren muss.