Archiv der Kategorie „Beobachtungen“

Frühlingsputz

20. Juni 2006

… heißt deswegen Frühlingsputz, weil es im Frühling beim Putzen lange nicht so heiß ist wie im Sommer.

Nachträglicher Hinweis:
Bei mir heißt das Frühlingsputz – nicht Frühjahrsputz. Basta.

Fälschung

6. Juni 2006

Bei McDonald’s kann man seit kurzem etwas namens »Fan Bag« bestellen. Ich habe damit nichts zu tun!

Kalter Ball

21. März 2006

Wenn der Squash-Ball nicht ausreichend warm gespielt wurde, ist ein schnelles Spielen nicht möglich. Das wollte ich nur mal so festgehalten haben.

Der innere Wecker

23. Februar 2006

Der innere WeckerSeit kurzem befasse ich mich intensiver mit dem Thema »Schlaf« und allem was so dazu gehört.

Ich lese immer wieder man hätte eine Art »innere Uhr«. Tatsächlich wache ich morgens sehr oft bereits kurz vor dem Läuten meines Weckers auf. Als überaus spannendes Experiment habe ich deswegen die vergangene Woche auf meinen Wecker verzichtet. Jedes Mal wenn ich mich zum Schlafen hinlegte, nahm ich mir vor zu einer bestimmten Uhrzeit aufzustehen. Um es etwas zu erschweren und um eine Routine auszuschließen nahm ich jeden Tag unterschiedliche Uhrzeiten an.

Mit geringen Verschiebungen von höchstens fünf Minuten hat es erstaunlicherweise jedes Mal funktioniert. Es hat sogar funktioniert als ich mir gerade eben – also spät am Abend – vorgenommen habe mich für eine halbe Stunde hinzulegen.

Alles was ich also zum pünktlichen Aufwachen brauche ist der Wille dazu.

Neue Strohhalme bei Burger King

13. Januar 2006

Die Strohhalme im lokalen Burger King haben seit kurzem einen geringeren Durchmesser, sind dafür aber biegsam. Auch liegen die Strohhalme nun nicht mehr waagrecht im Spender, sondern stehen senkrecht aufgerichtet. Ich vermute dahinter einen getarnten psychologischen Trick.

Durch das neue Feature der Biegsamkeit wird mir suggeriert, dass es sich bei den neuen Strohhalmen um eine Verbesserung handeln muss. Ich glaube jedoch der geringere Durchmesser soll verhindern, dass ich meinen Becher noch mal kostenlos auffülle. Schließlich brauche ich nun länger zum Trinken, muss kräftiger saugen und habe das Gefühl schneller satt sitt gesättigt gedürstigt abgefüllt zu sein.

Vielleicht irre ich mich aber auch nur und die nächste Strohhalm-Lieferung sieht wieder normal aus. Ich würde es jedenfalls bevorzugen.

Operation Katzenbelehrung

22. Dezember 2005

Wenn ich abends nach Hause komme, parke ich mein Auto nahe der Haustür unserer Nachbarn. So nahe, dass deren Katze schon seit längerem die noch warme Motorhaube zu ihrem Lieblings-Schlummerplatz deklariert hat. Ich hätte da im Prinzip auch nichts dagegen, solange das kleine Tierchen sich a) die Pfoten vorher säubert und b) seine Krallen dabei eingezogen lässt.

In der Regel gilt also:
Süßes kleines Kätzchen: ja.
Kratzer und Spuren: nein.

Da diese einfache Regel aber leider auch nach intensiven Gesprächen nicht von der Katze eingehalten wird, sehe ich mich dazu gezwungen weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Ich werde heute Abend nach dem Parken noch ein wenig länger im Auto sitzen bleiben und warten bis sich das unbelehrbare Objekt auf besagter Motorhaube niedergelassen hat. Danach warte ich nochmals einen Moment, bis das Objekt kurz davor ist einzuschlafen.

UND DANN STARTE ICH DEN MOTOR, TRETE DAS GASPEDAL VOLL DURCH UND BETäTIGE HUPE, FERNLICHT, SCHEIBENWISCHER UND DIE SPRITZWASSERANLAGE … HAHAHA HAHAAAA!

Ich bin etwas außer mir. Aber sie wird hoffentlich verstehen.

Verkehrsschilder außer Betrieb

5. Dezember 2005

Auf der A3 nahe Köln gibt es einige dieser neumodischen elektronischen Verkehrsschildern. Eigentlich eine feine Sache: sie warnen vor Glätte und Stau, regulieren das Tempolimit und weisen auf sonstige Gefahren hin. Aber wehe wenn sie gerade mal nichts anzuzeigen haben! Seit fast einem halben Jahr sind auf genannten Verkehrsschildern unförmige Rohrzangen abgebildet. Darunter steht in mittelgroßer Schrift »Außer Betrieb«.

Jedes Mal wenn ich an diesen Schildern vorbeifahre bin ich wegen der ungewohnten Abbildungen kurz irritiert, ebenso kurz vom Verkehr abgelenkt und ärgere mich Sekundenbruchteile später, dass ich diese total überflüssige Information schon wieder lesen musste. Schließlich will man auch kein Verkehrsschild übersehen. Es könnte ja auf etwas Wichtiges hinweisen.

Was wollen mir diese Schilder also sagen? Was interessiert es mich, dass sie außer Betrieb sind? Warum Rohrzangen? Wer denkt sich so was aus?

Sollte das hier jemand lesen, der die Möglichkeit hat das zu ändern, jemanden kennt, der das ändern kann, oder jemanden darauf hinweisen kann, der jemanden kennt, der jemanden kennt … und so weiter … dann richtet ihm bitte aus:

Zeigt nichts an wo es nichts anzuzeigen gibt! Macht die Schilder schwarz oder weiß – aber doch nicht so einen unsinnigen Käse.

Du bist Deutschland – mach dich nieder

23. November 2005

Die Macher der bereits erwähnten »Du bist Deutschland«-Kampagne werden sich kräftig in den Arsch beißen und sich morgen wohl wünschen, sie wären lieber nicht aufgestanden wenn sie das hier sehen, die Reaktionen bei Spreeblick dazu lesen und realisieren was die nächsten Tage auf sie zukommen wird. Denn das ist vermutlich erst der Anfang. Das Thema wird sicher noch viel höhere Wellen schlagen.

Und genau das ist Deutschland, leider. Fein, die Werbeagentur hat offensichtlich schlecht recherchiert, aber ist denn das alles wirklich so schlimm? Müssen deswegen nun wirklich Vergleiche mit damals gezogen werden? Ich finde das unnötig und nicht zuletzt geschmacklos. Die Idee hinter der Kampagne war gut.

Aber so ist das nunmal in Deutschland. Es muss eben alles erst schlecht gemacht werden, damit sich alle so richtig wohlfühlen können.

Gerstenkorn

22. November 2005

Vor ungefähr zwei bis drei Monaten entdeckte das LFG ein klitzekleines Gerstenkorn direkt neben meinem linken Auge. Ich dachte mir nichts dabei und lies das Gerstenkorn einfach herumgersten. Es störte mich nicht weiter und war noch dazu kaum sichtbar, da es sich geschickt in einer kleinen Lachfalte versteckt hatte.

Doch heute mochte das kleine Gerstenkorn plötzlich nicht mehr. Als ich mir den Schlaf aus den Augen reiben wollte, fiel es heraus. Einfach so.

Arztbesuche, Salben, Rotlichtbehandlungen – oft lautet die einfachste Methode: Zeit.

Neulich in der Videothek

21. November 2005

Ab und zu leihe ich mir mal ein paar Videos DVDs aus der Videothek (DVDthek?) aus. Als ich vor rund zehn Jahren dort stolzer Besitzer meines ersten Videotheken-Ausweises wurde, war das die einzig vernünftige Videothek in ganz Pforzheim. Als besonderes Schmankerl konnte man dort auch Spiele ausleihen und ich wurde allein wegen meiner geographischen Nähe zu besagter Videothek schnell zum Stammkunden. Bei Videoabenden war ich deswegen eigentlich immer derjenige, der den Film abholen und zurückbringen musste. Dafür lag die Wahl des solchen meist in meinen Händen … hehe … mwhhahahahaa!

Heute gehe ich dort nur noch sehr ungern hin. Schon lange werden die DVDs dort nur noch sehr vage nach Kategorien sortiert. Zumindest weiß ich, dass ich nicht der einzige bin, dem es schwer fällt eine logische Anordnung zu erkennen. Und da sowohl Spiele als auch Filme mittlerweile fast ausschließlich in den neumodischen Euroboxen eingepackt sind, fällt auf die Schnell selbst diese Unterscheidung noch schwer.

Noch schlimmer als der klebrige Teppichboden ist nur noch die 18er-Abteilung, die sich Geschöpfe wie das LFG strikt zu betreten weigern. Vermutlich zu Recht, denn das Verhältnis normaler Filme zu Filmen mit lustigen Unterhosen – und somit auch das Verhältnis der sich dort herumtreibenden Menschen mit entsprechenden Interessen – liegt bei etwa 10 zu 90.

Meines Wissens gibt es in der Stadt noch mindestens eine weitere Videothek, die sehr gepflegt und gut sortiert zu sein scheint. Aber leider gibt es dort kaum Parkmöglichkeiten und ich müsste mitten in die Stadt fahren. Deswegen bleibe ich inzwischen meist lieber zu Hause und lasse mich vom Fernsehprogramm überraschen.