Entspannt Autofahren heißt spritsparend Autofahren
Ich pendle jetzt schon seit 2003 fast jede zweite Woche zwischen Pforzheim und Köln, wo das LFG seitdem zu studieren pflegt. Man kann die 330 Kilometer recht schnell in 2 Stunden und 10 Minuten hinter sich bringen um in Köln angekommen gleich wieder zu tanken. Man kann allerdings auch erst in 3 Stunden ankommen, den Tempomat auf 100 km/h einstellen, sich während der Fahrt Podcasts oder Hörspiele anhören, völlig entspannt ankommen und ohne zu tanken wieder nach Pforzheim zurück fahren.
Es ist Wochenende. Ich habe Zeit. Es spielt doch überhaupt keine Rolle ob ich eine halbe oder dreiviertel Stunde später ankomme. Noch dazu bilde ich mich während jeder Autofahrt weiter. Je länger ich fahre, desto mehr. Wenn mich ein Thema besonders interessiert, kommt es auch schon mal vor, dass ich extra langsamer fahre.
Noch dazu rege ich mich nahezu überhaupt nicht mehr über andere Fahrer auf. Die meisten Evolutionsbremsen findet man auf der linken Spur und die ist mit 100 km/h so gut wie immer tabu.
Ich weiß allerdings nicht, ob das ohne die Podcasts/Hörspiele auch noch so gut funktionieren würde. Tendenziell verleitet mich normale Musik eher zum Schnellfahren. Deswegen an dieser Stelle ein Dankeschön an alle spritsparenden freien Podcasts wie zum Beispiel Technikwürze, ComputerClub 2 und Chaosradio.
30. Juli 2008 um 00:36 Uhr
Nun ja, nehmen wir mal die Strecke München -> Kassel.
487 Kilometer. Braucht man im Schnitt 5 Stunden für.
Mein Rekord liegt bei 3 Stunden 12 Minuten, und das ohne waghalsig zu Rasen. Dafür hab ich knapp 53 Liter Diesel verbraucht (also 10,8 auf 100km), bei 5 Stunden langsamer Fahrt wären es vielleicht 12 Liter weniger.
Umgerechnet circa 17 Euro dafür, dass man fast zwei Stunden eher bei der Freundin ist, finde ich eigentlich okay. Aber ich kenn deine Freundin ja nicht ;-)
30. Juli 2008 um 00:59 Uhr
Vorsicht, ich weiß wo du wohnst! Klar ist es reine Ansichtssache, aber wollen wir die Vorteile noch mal kurz gemeinsam überdenken:
- niedrigeres Unfallrisiko
- Radarfallen ausgeschlossen
- weniger Verschleiß am Fahrzeug
- ich komme unverschwitzt und entspannt an
- halbierter Spritverbrauch bei 100 km/h statt 180 km/h
- mehr Geld übrig für die wichtigeren Dinge des Lebens
Und dafür ein klein wenig später im Wochenende ankommen wo Zeit eh keine Rolle spielt? Geschenkt.
30. Juli 2008 um 09:34 Uhr
Bei Quarks & Co kam vor Tagen ein interessanter Bericht über die Überlebenschance bei einem Aufprall bei 100k m/h:
Die Wucht des Aufpralls wächst quadratisch mit der Geschwindigkeit. Das bedeutet, wenn das Auto doppelt so schnell fährt, muss es bei dem Crash viermal so viel Energie abbauen. Im direkten Vergleich zwischen dem Euro-NCAP-Test mit 64 km/h und dem Quarks-Test mit 100 km/h war die Belastung daher mehr als doppelt so groß. Auch moderne Autos mit fünf Sternen im Sicherheitstest sind dafür nicht gebaut.
Hier ein interessanter Link:
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/0925/006_kaputt.jsp?pbild=1
30. Juli 2008 um 20:59 Uhr
Lieber tot als zweiter @chiply ;-)
31. Juli 2008 um 08:59 Uhr
lieber lebendig als erster :-)