Rechnungen auf Thermopapier, ohne qualifizierte elektronische Signatur

Die Firma Xerox hat ein Papier enwickelt, das sich nach 24 Stunden selbst löscht und wieder verwendet werden kann. Ich frage mich nur, was daran so besonders sein soll. Viele Tankstellen drucken ihre Belege schon seit circa drei Jahren auf solchem Papier.

Ach, was könnte ich mich jedes Mal darüber aufregen wenn ich mal wieder einen Tankbeleg durch den Kopierer jagen muss, bevor er durch die Buchhaltung geht. Auf der einen Seite wird jedes kleinste Detail vorgeschrieben, das auf einer Rechnung stehen muss, damit sie als solche auch akzeptiert werden kann, und auf der anderen Seite ist es legitim, Rechnungen auf Papier zu drucken, das nach vier Monaten kein Mensch mehr lesen kann.

Nächstes Beispiel: O2 bietet uns schon seit geraumer Zeit an, auf eine Online-Rechnung umzustellen. Prima Idee, würden wir auch gerne tun. Leider erhalten wir dazu keine qualifizierte elektronische Signatur und sind deshalb offiziell nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Geht also nicht. Erst gestern mussten wir deshalb der Online-Rechnung aktiv widersprechen.

Zwei unglaublich nervige Probleme, die so nun schon seit gut mehreren Jahren bestehen, die der Gesetzgeber relativ einfach beheben könnte, es aber schlichtweg nicht für nötig hält. Und ich bin fast sicher, dass sich daran in naher Zukunft auch nichts ändern wird.


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