A Long Way Down – Nick Hornby

Zwischenbericht

Lesen hat einen großen Nachteil: man vergisst schnell die Zeit. Nur noch das eine Kapitel. Okay, und das auch noch. Jetzt aber wirklich nur noch das hier. Komm, den einen Absatz noch … man kennt das. Und ehe man sich versieht ist es ein Uhr nachts.

Vielleicht noch eine Anmerkung zu Länge der Bücher. Im Grunde scheint es ziemlich egal zu sein wie viele Seiten ein Buch hat. Die Schriftgröße und der Zeilenabstand sind da nicht zu verachten. Und einige Bücher erfordern mehr Konzentration als andere. Man kann also unter Umständen für ein Buch mit 200 Seiten genau so lang brauchen wie für eines mit 400. Aber ich bleibe dabei: eine Woche ist ausreichend Zeit um ein Buch gemütlich durchzulesen.

Das Buch

A Long Way Down – Nick Hornby

Man kann sich einfach nicht in Ruhe umbringen, wenn andere dabei zusehen. Und so kommt es, dass die vier Lebensmüden, die sich Silvester auf dem Dach eines Hochhauses begegnen, nicht springen, sondern sich gegenseitig ihre Geschichten erzählen: die Hausfrau Maureen, der Talkmater Martin, das Mädchen Jess und der Musiker JJ. Die vier verabreden, mit dem finalen Sprung zu warten. So findet eine Gruppe von Menschen zueinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und die einander doch auf wundersame Weise zu helfen wissen …

Meine Meinung

»A Long Way Down« war mal wieder eine Empfehlung von Amazon, die ich dieses Mal aber eher zufällig dann ausnahmsweise mal im örtlichen Buchladen gekauft habe. Nick Hornby ist übrigens auch der Autor von »High Fidelity« und »About A Boy«. Die vier Hauptcharaktere sprechen direkt mit mir. Und die junge »Jess« macht das dann beispielsweise eben unter anderem ohne Anführungszeichen. Frei Schnauze. Das hat schon was. Das Buch ist ganz amüsant, kommt aber meiner Meinung nach nicht an »Matt Beaumont« (siehe Bücherregal) ran. Ich hätte bei dem Thema vielleicht etwas mehr Tiefgang erwartet. Und ehrlich gesagt, hätte ich das Buch geschrieben (ha, so weit kommt’s noch) hätte ich mir ein völlig anderes Ende ausgedacht. Ich denke da wäre noch wesentlich mehr drin gewesen. Aber ich will nicht zu viel verraten.

Vorschau

Das nächste Buch wird »Tagebuch« von Anne Frank.


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